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The Last Princes of the House of Collalto e San Salvatore in Moravia

In: Historický časopis, vol. 67, no. 4
Jan Koumar
Detaily:
Rok, strany: 2019, 633 - 657
Jazyk: eng
Kľúčové slová:
House of Collalto. 19th century Moravian Aristocracy. First Czechoslovak Land Reform. Collalto fideicommissum.
Typ článku: štúdia / article
Typ dokumentu: časopis / Journal
O článku:
This study deals with life and activities of the last four Princes Collalto e San Salvatore who owned the Moravian family estates between 1854 and 1945. On the basis of preserved archive materials, it provides a biographical overview of their lives, family situation and of their activities connected with Moravian estates during the end of Austria-Hungary, First Czechoslovak Republic and post-war Czechoslovakia. Among these four Collaltos, Emanuel Josef (1854–1924) is the central figure, though, to understand the stagnation of the House of Collalto under its four last Princes, attention is also paid to Emanuel’s father Eduard and his two successors: Manfred and Octavian.

Dieser Artikel beschäftigt sich ausführlich mit den vier letzten Fürsten aus dem Hause Collalto. Zuerst bietet er einen selektiven Überblick über die Geschichte des Hauses: seine italienische Herkunft und der Erwerb des mährischen Eigentums (zehntgrößtes Fideikommiss in Mähren). Anschließend konzentriert sich der Artikel auf die vier letzten Mitglieder der Collalto Familie, die mit Mähren in Verbindung stehen: Eduard, dritter Fürst von Collalto (1810–1862), seiner Sohn Emanuel, vierter Fürst (1854–1924), Manfred, fünfter Fürst (1870–1940), und Octavian (1906–1973). Unter Ihnen stagnierte der Besitz der Familie weitgehend, obwohl die Ursache bei jedem ein bisschen unterschiedlich waren. Eduard widmete sich nur begrenzt der österreichischen Politik: er war wirklicher Kämmerer und erbliches Mitglied des österreichischen Herrenhauses. Sein Leben war stark beeinflusst von einer erfolglosen Ehe, aus der ständig in Liebesaffären flüchtete und im Alter von 52 Jahren starb. Sein Sohn Emanuel war zur Zeit seines Todes nur 8 Jahre alt und die Erziehung seiner Mutter machte ihn zu einer der selbstlosesten Figuren in der Familiengeschichte, gleichzeitig legte sie jedoch den Grundstein für seine Neigung zur Halbwelt. Er heiratete eine Frau bürgerlichen Ursprungs, Irma Büttner, zog sich aus der Politik zurück und führte das großartige Leben eines Aristokraten der Oberklasse. Nach dem Ersten Weltkrieg war das Eigentum der Collaltos plötzlich Teil der neu gegründeten Tschechoslowakischen Republik und wurde von einer massive Landreform bedroht. Darüber hinaus wurde das Institut für Fideikommiss ebenfalls abgeschafft. All diese Probleme trafen Emanuel im Alter von 70 Jahren und bei schlechter Gesundheit und er starb am 11. Dezember 1924 ohne sie zu lösen. Sein Nachfolger, der 54-jährige Manfred, war ein talentierter Landbesitzer und wäre vielleicht ein guter Verwalter des Mährischen Besitzes geworden aber die Landreform traf die ehemaligen Güter hart: ein Drittel der Ländereien der Collalto Familie wurde enteignet und die finanzielle Situation der zurückgegebenen Grundstücke war sehr schlecht. Manfred konnte jedoch nicht viel dagegen tun, da er am 22. Juli 1940 im Alter von 71 Jahren verstarb. Manfreds Sohn Octavian wurde während der unsicheren Zeit des Zweiten Weltkrieges sein Gesamterbe und diese Unsicherheit würde zu seinem Verhängnis. Im Jahre 1945 wurden alle seine Ländereien aufgrund falscher Vorwürfe der Germanisierung und des Verrats an der tschechischen Nation beschlagnahmt. Octavian und seine Familie zogen auf die italienischen Bauernhöfe in San Salvatore, wo er später im Alter von 67 Jahren starb.
Ako citovať:
ISO 690:
Koumar, J. 2019. The Last Princes of the House of Collalto e San Salvatore in Moravia. In Historický časopis, vol. 67, no.4, pp. 633-657. ISSN 2585-9099. DOI: https://doi.org/10.31577/histcaso.2019.67.4.3

APA:
Koumar, J. (2019). The Last Princes of the House of Collalto e San Salvatore in Moravia. Historický časopis, 67(4), 633-657. ISSN 2585-9099. DOI: https://doi.org/10.31577/histcaso.2019.67.4.3
O vydaní:
Vydavateľ: Historický ústav SAV / Institute of History of the Slovak Academy of Sciences
Publikované: 13. 2. 2019